Was bisher geschah

September 2020

7.9.2020
Der BA Sendling behandelt mit einer ausführlichen Stellungnahme den Bauantrag vom 29.4.2020 und beschließt einstimmig:
Der Sendlinger Bezirksausschuss lehnt dieses Bauvohaben „Bau einer neuen Boulderhalle in der Bezirkssportanlage Thalkirchnerstrasse 207“ ab und fordert die Lokalbaukommission auf, diese Halle nicht zu genehmigen.

Schwerpunkt der Stelllungnahme nimmt Bezug auf den Koalitionsvertrag des Stadtrats, in dem es auf S. 29 heißt:
Wir stimmen dem Erweiterungsbau der Kletterhalle in Sendling zu unter der Voraussetzung, dass die Frischluftschneise nicht beeinträchtigt und ein leistungsfähiges Verkehrskonzept erarbeitet wird.

Die wichtigsten Punkte aus der Stellungnahme des BAs:

  • Bauplanungsrecht: Beim Grundstück handelt sich um einen Außenbereich gem. § 35 BauGB und der FPN zeigt „Grünfläche mit Sport“ an. Die LBK selbst – zuletzt in öffentlicher Bürgerversammlung am 24. Oktober 2019 – charakterisiert den Bereich der Bezirkssportanlage in Sendling als “Außenbereich gem § 35 BauGB”. Folglich sind hier keine Bauwerke zulässig.
  • Verkehrs- und Parkplatzproblematik: Bisher wird ein Mobilitätskonzept nur angekündigt […]. Der Sendlinger Bezirksausschuss fordert die Vorlage eines Mobilitätskonzeptes, das den individuellen Anreise- und Parksuchverkehr reduziert, den Umstieg auf das Fahrrad ermöglicht und für Parkplätze statt Ablöse anbietet.
  • Versiegelung: Der DAV behauptet – und die LBK übernimmt ohne Überprüfung die Behauptung –  es werde durch den Hallenneubau nicht mehr an Bodenfläche versiegelt, als dies bereits durch den Klettergarten 1988 erfolgt sei. Dies ist falsch. Tatsächlich ist nur die rückwärtige Stützmauer (Norden ) und die Klettertürme mit einem Betonfundament ausgestattet. Dies belegen uns vorliegende Photos aus der Bauphase.Versiegelte Fläche, Fotos ansehen >
  • Auswirkungen auf Frischluftschneise: Der Sendlinger Bezirksausschuss fordert das Referat für Stadtplanung und Bauordnung – Stadtplanung auf [..] ein Detailgutachten zur Klimarelevanz des Bauvorhabens zu erstellen. Ebenfalls sind folgende Aspekte im Gutachten zu berücksichtigen: Auswirkungen durch die Bebauung auf die Grünflächen und bestehende Bepflanzung und auf die Verkehrsbelastung. Die Stadt darf nicht einerseits den Klimanotstand erklären, aber andererseits in der kartierten Frischluftschneise Thalkirchnerstrasse 207 den Frischluftaustausch behindern.
  • Sinnhaftigkeit Erweiterung für einen Trendsport: Trendsportarten gab es immer wieder, […]. Anlagen wurden gebaut, ein paar Jahre genutzt und dann – nach dem Hype – standen sie oft leer, verwahrlosten und wurden im besten Fall schnell abgerissen. Bau und eventuell baldiger Abriss nach wenigen Jahrzehnten sind heute aus Gründen der Nachhaltigkeit kaum mehr zu vermitteln.
  • Verzicht des DAV auf den Erweiterungsbau: Vorsorglich wiederholen wir den Hinweis, dass […] der seinerzeitige Vorstand des Kletterhallenvereins, Herr Manfred Sturm, im Bezirksausschuss in öffentlicher Sitzung zu Protokoll erklärte, dass mit dem 2010er Erweiterungsbau auf jeglichen weiteren Erweiterungsbau der Kletteranlage verzichtet werde.

Außerdem wird in der BA-Sitzung die Antwort der LBK auf zwei Anträge der letzten Bürgerversammlung einstimmig folgdendermaßen beschlossen:
Die Lokalbaukommission wird gebeten, eine neue Beschlussvorlage für den Sendlinger Bezirksausschuss zu fertigen, welche dem Willen der Antragstellerin, der Sendlinger Bürgerversammlung und des Sendlinger Bezirksausschusses gerecht wird  –  mit folgendem Beschlusstenor:  “Den Empfehlungen der Sendlinger Bürgerversammlung vom 24. Oktober 2019 wird entsprochen. Der DAV wird aufgefordert, seine Neubaupläne für eine Boulderhalle auf dem Gelände der Bezirkssportanlage an der Thalkirchnerstrasse 207 nicht weiter zu verfolgen sowie den Bauantrag für den Neubau der Halle zurück zu nehmen.”

Gründe: Die Beschlussempfehlung der LBK geht auf den inhaltlichen Vortrag der Bürgerversammlungsempfehlung überhaupt nicht ein, wiewohl auch der inhaltliche Vortrag von der Sendlinger Bürgerversammlung übernommen und beschlossen worden ist.  [Im Detail entsprechen sie der Stellungnahme zum Bauantrag.]

Der Sendlinger Bezirksausschuss bittet den Herrn Oberbürgermeister bei differierenden Empfehlungen dafür Sorge zu tragen, „dass die Stellungnahmen, die dem Direktorium für die abschließende Entscheidung des Oberbürgermeisters vorgelegt werden, aussagekräftig sind und zudem deutlich aufzeigen, ob im jeweiligen Fall ein Entscheidungsspielraum besteht, oder nicht.  Sollte ausnahmsweise kein Spielraum bestehen, so muss dies unter Angabe der Rechtsgrundlage erläutert werden.”   – vgl. Ziff.2. des Direktoriumsschreibens vom 26.11.2015.

Artikel zum Thema:
„In schwierigem Gelände“, SZ, Birgit Lotze, 2.9.2020
„Mit Parkscheibe gegen Pendler“, SZ, Julian Raff, 9.9.2020

April 2020

29.4.2020
Der Trägerverein reicht den dritten Bauantrag ein. Er entspricht dem Kompromissvorschlag von Februar.

März 2020

17.3.2020
Die Beschlussfassung des Bezirksausschusses (im Unterausschuss Planen-Bauen-Wohnen am 17.03.2020) ist wie erwartet mehr als deutlich einstimmig gegen den „Kompromissvorschlag“.

Kritisiert werden Formfehler im Schreiben der LBK und die Übernahme des Etikettenschwindels des DAV: „Großinstandsetzung der Außenboulderanlage Thalkirchen“, obwohl es sich eindeutig um einen Hallenneubau im Außenbereich handelt.

Zentrales Argument bleibt, dass es sich bei dem Grundstück um einen Außenbereich gem. § 35 BauGB handelt. Folglich sind hier keine Bauwerke zulässig. Außerdem wird an den Bürgerwillen der Sendlinger und des Nachbarvereins und die Parkplatzproblematik erinnert.

Stellungnahme ansehen >

Artikel zum Thema:
„Die Griffe falsch gesetzt“, SZ, Birgit Lotze, 26.3.2020

3.3.2020
Die Boulderwelt Süd eröffnet im Herbst 2020. Damit sollte der Bedarf an Boulderhallen im Raum München gedeckt sein. Wenn das keine Chance für den DAV ist, umzudenken und den einmaligen Bestand wieder in ein Kletter- und Boulderparadies im Freien zu verwandeln!

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Vielleicht bewegt sich nun doch noch etwas:

Am Montag, den 2. März war die letzte Sitzung des Sendlinger Bezirksausschusses vor den Wahlen. Die BA-Mitglieder machten dem anwesenden Vorstand mehr als deutlich, dass sie auch die „Kompromisslösung“ aus baurechtlichen Gründen (im Außenbereich ist keine Bebauung zulässig) parteiübergreifend ablehnen werden. Der neue Plan (noch kein Bauantrag) ist kaum zu unterschieden von dem bisherigen – die Halle soll demnach nur bei den Weiden am Spielplatz und hinter dem Schrein minimal verkleinert werden.
Das Thema wurde in einen Unterausschuss kurz nach den Kommunalwahlen vertagt.
Außerdem hat der Nachbar (Tennisklub Thalkirchen) sich erneut ablehnend geäußert, u.a. weil ihm vor einigen Jahren keine Erweiterung genehmigt wurde.
Auch wir haben uns noch einmal gemeldet mit unseren Kompromissvorschlägen (reiner Outdoor-Boulderpark oder kombiniert mit kleiner eingeschossiger Halle und Schrein).

Artikel zum Thema:

Konflikt um Kompromissvorschlag, SZ, Birgit Lotze, 4.3.20

Frischluft hat Vorrang, SZ, Kolumne von Thomas Kronewiter, 3.3.20

Februar 2020

Einigung in Sicht?
Nachdem sich die SPD-Stadtratsfraktion Anfang Februar für einen Kompromiss eingesetzt hat, scheint nun eine minimal verkleinerte zweigeschossige Halle mit neuem Mobilitätskonzept die Lösung zu sein: Rathaus-Rundschau – Einigung in Sicht

Die Frage, ob man wirklich geltendes Baurecht misachten und eine weitere Freifläche mitten in der Stadt zubauen muss, wird hierbei nicht beachtet. Um mehr Boulderfläche – familienfreundlich und barrierefrei – zu schaffen, braucht es nicht zwingend eine 3. Halle.

Dieser besondere Ort mit seiner idealen geschützten Lage muss nicht komplett aufgegeben werden! Wir haben deshalb den Stadtratsfraktionen unsere alternativen Entwürfe mit größerem attraktiven Outdoorbereich geschickt.

18. Dezember 2019

Der Vorstand des Trägervereins lädt die BA-Mitglieder nach Fraktionen getrennt in die Kletteranlage ein, um sie von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Die BA-Mitglieder entscheiden sich für ein gemeinsames Treffen mit Vertretern jeder Fraktion (SPD, CSU, Grüne, MUT, FDP) am 18.12.19.

In der BA-Sitzung am 9.1.2020 berichten sie über das Treffen, das zu keiner Einigung führte:
Der BA ist sich fraktionsübergreifend einig und nach wie vor geschlossen gegen den Bau einer weiteren Halle aus den bekannten baurechtlichen Gründen.
Der Vorstand des Trägervereins lehne weiterhin jeglichen Kompromiss ab. Aus wirtschaftlichen Gründen (!) schlösse er einen alternativen Standort aus und sei nicht bereit, die Halle zu verkleinern. Auf Unverständnis stieß bei den BA-Mitgliedern auch die Haltung gegenüber den Sendlinger Bürgern. Das klare Votum der Sendlinger gegen die Halle überzeuge den Vorstand nicht, schließlich hätten die Befürworter nicht an der Bürgerversammlung teilgenommen.
Ein Mitglied hatte den Eindruck, dass der Vorstand v. a. die Haltung in Bezug auf die bevorstehende Kommunalwahl abklopfen wollte. Einige andere wunderten sich über die Forderung, dass sich der BA doch für die Interessen des DAV einsetzen solle.

14. November 2019

Nachdem sich Ende Oktober gefühlt der gesamte Stadtrat (CSU, Grüne, Rosa Liste) plötzlich für das Vorhaben stark gemacht hat, meldet sich die SPD-Fraktion etwas differenzierter zu Wort. Sie stellt folgenden Antrag auf eine umfassende Untersuchung zu den Erweiterungsplänen:
„Vor einer endgültigen Entscheidung über den Umbau und die Erweiterung des Kletter- und Boulderzentrums des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Sendling, müssen mehrere Fragen untersucht und geklärt werden. Erst nach Vorliegen der Ergebnisse dieser Untersuchung wird abschließend über das Bauvorhaben entschieden.“

Antrag ansehen >

Artikel zum Antrag:
Informationsbedarf zum Kletterzentrum, Süddeutsche, 14.11.2019

31. Oktober 2019

Die Petition des Trägers geht zu Ende. Er bedankt sich mit einem Video für die breite Unterstützung. Die 23 Sektionen, die dem Trägerverein angehören, haben insgesamt 300.780 Mitglieder. Trotz massiver Kampagne gab es 9.455 Unterschriften in Oberbayern: 3,1% = breite Unterstützung?

Der Bundesverband des DAV lies sich übrigens nicht für das Vorhaben gewinnen – das sei Sache der Sektionen. Dort sind vor allem die beiden großen Sektionen München und Oberland treibende Kraft. Drei kleine Sektionen des Trägers sind gegen das Projekt, eine versuchte vergeblich, einen Kompromiss zu erzielen. Weitere Kritik am Vorhaben (von uns, Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern, die sich an den Vorstand gewendet haben) wird ignoriert und mit dem Argument der breiten Unterstützung weggewischt.

30. Oktober 2019

Artikel „Wirbel um Kletterzentrum – kommt nun die Erweiterung?“ von S. Oberhuber erscheint im Hallo München

24. – 26. Oktober

Die Erweiterungspläne zeigen sehr deutlich den DAV-internen Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen.

So findet Ende Oktober die Jahresversammlung des DAV Bundesverbandes anlässlich des 150. Geburtstags in München statt. Stolz verkünden die Sektionen München und Oberland anschließend den Abschluss der Klimaresolution und stellen sich klar gegen Ausbeutung der Natur und Monetarisierung der Alpen.

Leider gilt das nicht für die Erweiterungspläne der Kletteranlage in München Süd. Dort werden die Argumente des Naturschutzes missachtet und die Vorgaben des Flächennutzungsplanes als nicht nachvollziehbar hingestellt. Die vermeintlich große Mehrheit im Verein fordert dringend eine dritte Halle, damit Boulderer, Familien und Spitzensportler wieder eine moderne Trainingsmöglichkeit erhalten.

Dabei brauchen wir nicht nur in den Alpen, sondern auch im immer dichter bebauten München dringend wertvolle Freiflächen. Die alte Freianlage ist Münchner Klettergeschichte und Kult! Nur hier ist gemeinsames Klettern, Bouldern und Spielen im Freien noch möglich. Warum soll das nicht mehr zeitgemäß sein? Mehr Bouldermöglichkeiten kann man auch im Freien schaffen. Das würde das Interesse an Naturschutz mehr fördern, als den Sport immer weiter nach drinnen zu verlagern.

24. Oktober 2019

Auf der Bürgerversammlung in Sendling ist die geplante Boulderhalle beherrschendes Thema.  Der Bezirksausschuss erläutert seine Ablehung und bekommt breite Unterstützung aus der Bürgerschaft: Unser Antrag und zwei weitere gegen die geplante Halle wurden mit großer Mehrheit angenommen. Eine Anfrage (über die nicht abgestimmt werden muss) eines Anwohners aus der Sektion München, wie eine Modernisierung ohne Erweiterung gehen solle, beantwortet der angesprochene Vorsitzende Markus Lutz des BAs direkt: Gestalten muss man nicht gleich setzen mit einem Neubau. Außerdem erläutert der Vertreter der Lokalbaukommission ausführlich, warum eine weitere Halle an dieser Stelle aus baurechtlichen Gründen nicht möglich sei. Als Alternative schlägt der BA außerdem eine dezentrale Lösung vor. Die Stadt hat dem Träger ja ein Grundstück im neuen Stadtviertel Freiham angeboten, um dort eine Halle zu bauen.

Artikel zur Bürgerversammlung mit weiteren Details:
Vereint gegen die DAV-Kletterhalle, AZ, Lukas Schauer,  25.10.2019
Druck und Gegendruck, SZ, Birgit Lotze, 25.10.2019

Der Vorstand des Trägervereins ignoriert sein direktes Umfeld und besucht am gleichen Abend den Empfang des OB Dieter Reiter anlässlich der 150-Jahrfeier (nur geladene Gäste). In der aktuellen Pressemitteilung Trägers heißt es, dass neben der OB-Kandidatin Katrin Habenschaden (Grüne, Rosa Liste) und der OB-Kandidatin Kristina Frank (CSU) nun auch Herr Reiter für das Projekt sei und wird mit folgenden Worten zitiert: „Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn da was passiert, wenn da was entsteht, was uns in München aber auch in der Region insgesamt weiterhilft und was den Sport, das Klettern, in dieser Stadt noch besser möglich macht.“

Artikel zu Positionen des Stadtrates (Grüne, CSU)
Kletterhalle entzweit Grüne, Süddeutsche, am 22.10.2019
Es gibt doch Unterstützung für eine neue Kletterhalle, Birgit Lotze, Süddeutsche, am 24.10.2019

September 2019

Der Trägerverein wirbt auf allen Kanälen massiv für sein Vorhaben und erhält dadurch viele Unterschriften. Schöne, irreführende Bildchen von großzügigen Freiflächen und Bienchen, anstelle von realistischen Plänen.

Nur, wer die Anlage kennt, weiß, dass es diese Freiflächen niemals geben kann. Die Pläne des Bauvorhabens, die der Träger letzten Sommer auf seiner Website veröffentlichte, wurden zum Start der Petition gelöscht.

Die Pläne des letzten Bauantrags (Februar 2019), die nach Aussage des Vorstandes weiterhin verfolgt werden, findet Ihr unter

Das ist geplant >

Weitere Artikel erscheinen in der Presse:
Hallo München, am 19.09.2019: Mit Petition zur Modernisierung: Unterschriften sollen Kletteranlage retten
Süddeutsche, am 11.9.2019: Viele Stimmen für Kletterhalle

12. August 2019

Video auf münchen.tv mit Stellungnahme des Trägeververeins sowie des Bezirksausschusses Sendling
DAV zieht Bauantrag für Kletterhalle zurück

9. August 2019

Artikel „Sendling: DAV will Boulderhalle und stößt damit auf Widerstand“ von Bettina Funk erscheint in der AZ.

6. August 2019

Artikel „Felsenfest“ von Birgit Lotze erscheint in der SZ. Er erläutert das weitere Vorgehen des DAV.

Ende Juli 2019

Der DAV zieht seinen Bauantrag zurück, da die Lokalbaukommission Ablehnung signalisiert hat. Er rückt aber nicht von seinen Plänen ab und versucht die Stadt über seine Petition umzustimmen.

Begründung der LBK >

31. Juli 2019

Der DAV startet eine Petition an den Oberbürgermeister Dieter Reiter, um für den Hallebau zu werben. Zeigleich nimmt er die Pläne des Bauvorhabens (Grundriss und Ansichten) vom Netz.

Die Veröffentlichung der Petition auf Facebook (Sektion München-Oberland sowie der Kletteranlage) führt auch zu einiger Kritik am Vorhaben.

6. Mai 2019

Auch der angepasste Bauantrag mit etwas verkleinerter Halle vom 5.2.19 wird Anfang Mai im Bezirksausschuss einstimmig abgelehnt:
Auch diese „abgespeckte Version“ räumt nicht die Verstöße gegen § 35 BauGB und den FNP aus. Die LBK wird aufgefordert, den Erbbaurechtsvertrag vorzulegen.

Beschluss ansehen >

8. April / 30. April 2019

Auf der Mitgliedervesammlung der Sektion München wurde das Bauvorhaben nicht erwähnt, die Sektion Oberland spricht es vermutlich nur wegen unserer schriftlichen Aufforderung an. Es wird deutlich, dass die Sektionen von Ihren Plänen sehr überzeugt sind. Da das Grundstück lt. Vorstand sehr klein sei, könne keine größere Außenanlage erhalten bleiben. Unsere Flyer, die unsere Bedenken am Vorhaben thematisierten, durften wir auf der Versammlung der Sektion Oberland nicht verteilen. Wir bedauern es sehr, dass der DAV nicht mehr Mut zu Transparenz aufbringt.

April 2019

Die Sektionen München und Oberland verfügen im Trägerverein der Kletteranlage über die Stimmen-Mehrheit. Sie brauchen also die Zustimmung der übrigen 21 DAV-Sektionen nicht unbedingt. So steht es in der Satzung des Trägers (§11 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung).

28. Februar 2019

Wir erhalten Rückmeldung zu unseren alternativen Entwürfen. Leider hält der Vorstand weiterhin an seinen Plänen fest. Durch die Vorgaben der städtischen Behörden soll das Bauvolumen und damit auch der Eingriff in die Natur etwas kleiner werden.
Der Schrein soll jedoch abgerissen werden, Bouldern im Freien soll es auf der sonnigen Ostseite nicht mehr geben.
Insgesamt würde kein Raum mehr für einen adäquaten Außenbereich bleiben. Der geplante Neubau würde der historischen Freianlage und dem Anspruch des DAV als Naturschutzverband in unseren Augen nicht gerecht.

Die einzig erfreuliche Nachricht ist, dass sich der Abriss der Außenanlage bis Herbst verschiebt, so dass uns der „Schrein“ diese Saison noch erhalten bleibt.

Februar 2019

Der modifizierte Bauantrag mit etwas verkleinerter Halle wird bei der Stadt München eingereicht. Er ist auf den 5. Februar 2019 datiert.

27. Februar 2019

Ein kleiner Artikel in der SZ „Königswetter – Frühling im Februar“ (SZ v. 27.2., München, S. R5) lobt den Außenbereich der Kletteranlage als idealen Sonnenplatz

31. Januar 2019

„Knatsch um Kletterhallenausbau“ – ein 3 min. Beitrag im der BR-Fernsehen (Abendschau – der Süden) vom 31.1.2019

22. / 29. Januar 2019

Nachdem die Planung angepasst werden muss, halten wir das für eine Chance, gemeinsam eine Lösung mit einem besseren Außenbereich zu finden. Wir haben deshalb alternative Entwürfe erstellt, die wir bereits einem Vorstandsmitglied gezeigt haben. Sie möchten unsere Überlegungen diskutieren.

Unsere Vorschläge >

6. Januar 2019

Über den Bezirksausschuss haben wir erfahren, dass die Lokalbaukommission (LBK) und der Trägerverein aktuell in Verhandlung sind: Der Kletterverein habe in Absprache mit der LBK einer Verkleinerung des Neubaus in der Grundfläche zugestimmt, so dass im Norden weniger Bäume gefällt werden müssten. Damit hielte die LBK das Vorhaben für genehmigungsfähig.
Die Beeinträchtigung der Frischluftschneise sei lt. LBK nicht so gravierend, dass damit eine Genehmigungsverweigerung begründet werden könne.

Der Vorstand des Trägers hat uns bestätigt, dass er im Austausch mit der Stadt ist – v. a. LBK und untere Naturschutzbehörde.

6. Dezember 2018

In der Abendzeitung erscheint Artikel „DAV-Kletterhalle in Sendling: Online-Petition gegen Ausbau von Eva von Steinburg

13. November 2018

Artikel „Angst vor den Gipfelstürmern“ von Birgit Lotze erscheint in der SZ Er beinhaltet die offizielle Stellungnahme des Trägervereins.

26. Oktober 2018

Artikel über die Sendlinger Bürgerversammlung von Birgit Lotze erscheint in der SZ

25. Oktober 2018

In der Bürgerversammlung Sendling haben wir einen Antrag gegen den geplanten Neubau gestellt und für eine verträgliche Lösung plädiert.

Außerdem kamen zwei weitere Anträge aus der direkten Nachbarschaft, die beide forderten, keine Erweiterung der Kletteranlage zu genehmigen. Alle Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen.

Diese Beschlüsse sind jedoch keine unmittelbar geltenden Entscheidungen. Es handelt sich vielmehr um Empfehlungen an den Stadtrat bzw. den Bezirksausschuss. Die Empfehlungen werden innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Stadtrat oder Bezirksausschuss behandelt. Bis heute haben wir jedoch keine Rückmeldung von der Stadt.

3. Oktober 2018

Artikel „Veto gegen Kletterhalle“ von Birgit Lotze erscheint in der SZ
Der Artikel entstand wieder ohne unser Zutun. Frau Lotze war in der BA-Sitzung am Montag und entnahm unsere Position der Petition.

1. Oktober 2018

Der Bezirkausschuss hat sich einstimmig gegen den Bau einer Boulderhalle ausgesprochen: „Der Sendlinger Bezirksausschuss lehnt jegliche bauliche Erweiterung der Kletteranlage an der Thalkirchner Straße 207 ab.“

Die Entscheidung ist unabhängig von unserer Petition. Begründung >

13. August 2018

Artikel „Ein Gebirge in der Stadt“ von Birgit Lotze erscheint in der SZ

6. August 2018

Im Rahmen der Bürgersprechstunde präsentieren wir unsere Bedenken im Bezirksausschuss Sendling und plädieren für einen Kompromiss.
Die Mitglieder des BAs zeigen großes Interesse. Es zeichnet sich bereits deutliche Kritik am Bauvorhaben ab.

30. Juli 2018

Wir zeigen einem Vorstandsmitglied unsere Ideen und reichen diese dann ein: Drei mögliche Alternativen >

25. Juli 2018

Der DAV plant auch in Gilching eine neue Boulderhalle. SZ Artikel von Christian Deussing zur geplanten Boulderhalle in Gilching >

Juli 2018

Das Kletterzentrum veröffentlicht die Pläne der Boulderhalle auf seiner Homepage und bietet an, Anregungen einzureichen.

22. Juni 2018

Erstes Treffen mit einem Vorstandsmitglied des Trägervereins. Gesprächsbereit, ein grundsätzliches in Fragestellen des Vorhabens steht jedoch außer Frage.

21. Juni 2018

Der Bauantrag, datiert auf den 6. Juni 2018, wird bei der Stadt München eingereicht.

20. Juni 2018

Mitgliederversammlung des Trägervereins
Ca. die Hälfte der 23 Sektionen sind anwesend, dem vorgestellten Plan wird mit einer Enthaltung zugestimmt.
Geplant ist nun eine ca. 13 m hohe zweigeschossige Boulderhalle, die bis zum Grundstücksende hinter dem Schrein reichen wird. Sie wird mit der alten Halle über einen Glasgang verbunden.
Der Freibereich beschränkt sich auf zwei getrennte Flächen an den Längsseiten der Halle (zum Parkplatz mit überdachten Boulder-Traversen und zum Fußballplatz mit Kletterrouten). Der Spielplatz bleibt erhalten.

Juni 2018

Die BOULDERWELT am Ostbahnhof veröffentlicht ihre Pläne der neuen Halle mit 3000 qm auf 3 Ebenen.
Die einstein BOULDERHALLE in der Landsberger Straße hat gerade eröffnet.

13. Juni 2018

Start einer Online-Petition für den Erhalt des Schreins in Absprache mit den Vorständen einiger kleiner Sektionen.

5. Juni 2018

Unser erneutes Nachfragen bei der Betriebsleitung bringt keine Klarheit. Wir erhalten keine bzw. widersprüchliche Aussagen.

Daraufhin fragen wir schriftlich beim Vorstand des Trägervereins und den Vorständen der 23 Sektionen an, die im Trägerverein vertreten sind.
Außerdem wenden wir uns an die Stadt München.

Die Stadt München und einige Vorstände der kleineren Sektionen reagieren und bestätigen uns, dass eine Halle geplant ist, obwohl sie von einigen kritisch gesehen wird. Der Vorstand des Trägervereins reagiert nicht auf unsere Anfrage.

Februar 2018

Die ersten Gerüchte über eine geplante Halle auf dem Freigelände gehen um. Wir fragen bei der Betriebsleitung der Kletteranlage an, was genau geplant ist und inwieweit der Außenbereich erhalten werden kann.
Pläne können wir keine sehen, da die Planung noch in den Anfängen steckt. Es wird uns aber gesagt, dass der Schrein abgerissen werden muss.

Juni 2017 – Juni 2018

Es werden von einem kleinen Kreis verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, wie die Boulderhalle aussehen kann und ob der „Schrein“ und/oder Teile der Beton-Anlage erhalten werden können. Die Mitglieder der Sektionen München und Oberland wurden nicht über das Vorhaben informiert.

Juni 2017

Mitgliederversammlung des Trägervereins
Es wird einer Boulderhalle an Stelle der Außenanlage beschlossen. Nachdem in der DAV-Anlage München Süd (im Gegensatz zu Freimann) der Indoor-Boulderbereich recht eng ist, hat der Trägerverein den Beschluss gefasst, eine neue Boulderhalle auf dem Gelände zu bauen.

Februar 2011

Die zweite Kletterhalle mit rund 7.800 qm  Kletterfläche wird eingeweiht.

mehr Details >

Sommer 2001

Die Außenwände der Kletterhalle werden mit Kletterwänden bestückt und eine Flutlichtanlage für die Freianlage installiert.

Dezember 1999

Im Dezember 1999 wurde die erste Kletterhalle eröffnet. Die Anlage wird dadurch Deutschlands größte Kletteranlage.

September 1989

Im Jahr 1989 wurde mit dem „Grubergebirg“, einer Freianlage aus Stahlbeton, der Grundstein für den Erfolg des Kletterzentrums gesetzt. Die 1.600 qm waren für diese Zeit ein mutiger Schritt.

mehr Details >

Lageplan Außenanlage

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Markierungen: Oben befinden sich die Boulder-Wände "Der Schrein", Links die Boulderwände zum Parkplatz. Unter den Weiden liegt der Spielplatz in Sichtweite zum Schrein.